Twitter – EPISODE II – Marketingtool

Twitter Episoode II

Wie nützt man Twitter als Marketingtool?

Zum Einen gibt es die Möglichkeit, Twitter intern für die eigenen Mitarbeiter zu nutzen, wobei hier die Twitter Serverlösung, Starling, zum Einsatz kommen sollte, um Firmeninternas nicht ungewollt mit Freunden oder Kunden zu teilen. Natürlich kann und sollte man Twitter vor allem jedoch im Kundenkontakt als Marketingtool einsetzen. Wie das am besten geht, habe ich im Blog von Guy Kawasaki gefunden und hier zusammengefasst:

1. Vergessen Sie Meinungsbildner

Ihre Produkte und Dienstleistungen erreichen die kritische Kundenmasse weil sie von „Normalsterblichen“ weiterempfohlen werden. Das widerspricht dem Allgemeinglauben, dass uns eine Handvoll „Meinungsbildner“ etwas vorkaut und wir dann versuchen dies zu übernehmen. Das Internet hat Information längst demokratisiert und daher braucht man sich nicht auf die Meinungen weniger Experten beschränken, zumal deren Wissensvorsprung in Zeiten von Webseiten, Blogs, etc. oft geringer ist als man denkt.

*** Die Meinung vieler zählt mehr als die Einzelner. Das lässt sich mit Twitter hervorragend ausnutzen. ***

2. Defokussieren Sie Ihren Aufwand

Das Ziel von Twitter ist es, Massen von Leuten zu erreichen. Da Sie nicht wissen wer Ihnen helfen könnte (wüssten Sie es, dann würden Sie sich auf diese Leute fokussieren und hätten wieder die Meinungsbildner, obendrein noch solche die kaum bekannt sind.). Es handelt sich also um eine Art positiv belegtes Gießkannenprinzip. Defokussierung (wer kennt ein besseres Wort dafür?) ist eigentlich undurchführbar, es sei denn, es gibt einen günstigen und einfachen Weg mit dem man Massen von Leuten erreichen und unmittelbare Antworten erhalten / geben kann. Dafür gibt’s keinen bessere Methode als Twitter.

*** Mit Twitter erreichen sie einfach und unmittelbar Massen von Leuten die ihnen sofort antworten können. Und das zum Nulltarif. ***

3. Je mehr Follower, desto besser

Möchten Sie Twitter als Marketingtool einsetzen dann zählt erstmal die Quantität, nicht gleich die Qualität! Und bei Twitter gibt’s eigentlich nur das eine Ziel: mehr Leute zu bekommen die einem folgen = Follower, Follower, Follower!!! (vgl. Steve Balmer). Denn es gilt: je mehr Follower, desto mehr Leute sprechen über Sie und können somit schneller Ihre Botschaft verbreiten. Übringens empfiehlt es sich die persönliche Note auch bei einer kommerziellen Nutzung beizubehalten und nicht nur mit dem Firmen- oder Markennamen zu zwitschern. Am besten meldet man aber den eigenen Namen und den Firmen/Markennamen an. Es sollte in einem Sozialen Netzwerk jedenfalls erkennbar sein, dass eine Person dahintersteht! Weiters sollte man Twitter nicht nur kommerziell nutzen, sondern auch Business-unabhängige Themen bloggen.

*** Das Ziel ist, soviele Follower wie möglich zu bekommen, je mehr desto besser! ***

4. Verfolgen Sie was man über Sie sagt

…und über ihre Firma und über ihr Produkt. Das geht am besten mit Twitter Search oder mit dem Browser TweetDeck. Mit dem Tool twilert bekommt man eine E-mail Benachrichtigung wenn man in einem Tweet vorkommt (ähnlich wie Google Alerts). Sollten Sie damit Tweets finden, dann machen Sie je nach Reaktion folgendes:

  • Leute sind sauer: helfen Sie Ihnen
  • Leute sind verwirrt: helfen Sie Ihnen
  • Leute haben Fragen: helfen Sie Ihnen
  • Leute sind happy: ermutigen Sie sie deren positive Meinung zu verbreiten

*** Verfolgen Sie was andere von Ihnen halten und Sie nutzen Twitter damit besser als 95% der Unternehmen. ***

5. Fragen Sie um Hilfe

Scheuen Sie sich nicht andere zu beten über Sie zu sprechen. Die Leute werden es tun wenn ihnen gefällt was Sie machen. Sonst eben nicht. Wer nicht fragt, bekommt Nichts.

*** Trauen Sie sich andere zu fragen positive Erfahrungen zu verbreiten. ***

6. Machen Sie möglich in Ihrem Namen zu twittern

Mit Twitterfeed kann jeder RSS-feed automatisch twittern lassen. Blogger können damit etwa ihre Posts automatisch twittern lassen. Guy Kawasaki hat diese Methode sehr erfolgreich für sein Service Alltop eingesetzt und damit 450 Follower bekommen, die sich bereit erklärt haben, News von Alltop als deren Tweets zu posten. Man nennt das „ReTweet“. Dadurch hat der gute Guy jede neue Nachricht von Alltop indirekt gleich an 140.000 Leute geschickt (!). Aber warum haben diese 450 Evangelisten Guy geholfen? Weil sie das als ein Service für ihre Leser/Follower sahen. Das funktionierte nur da sie von dem Service überzeugt waren. Die Grundvoraussetzung hierfür also ist: ein gutes Service oder Produkt, das sinnvoll ist und Mehrwert stiftet.

*** Lassen sie zusätzlich ausgewählte Dienste für Sie tweeten. ***

7. Erzeugen Sie eine E-mail Liste

In Bezug auf das Beispiel mit Alltop trat der Fall ein, dass von den 140.000 Leuten viele denselben 450 Leuten folgten und dadurch dieselben Nachrichten gleich öfters bekamen. Das könnte einigen nicht schmecken und daher würden sie das Folgen stoppen. Zudem könnten viele es als Spam werten, sollten Sie zuviele Tweets pro Tag abschicken. Auch bei thematischen Diskrepanzen könnte es passieren, dass Sie Follower verlieren. Hier wurde mittels einer E-Mail Liste als alternative Themenwahl Abhilfe geschaffen und dann im Endeffekt sogar mehr Followers gewonnen. Diese konnten dann mit Twitterfeed entsprechend die Themen zum Twittern eingestellt werden.

*** Bieten Sie Themenwahl als Alternative für Follower an. ***

8. Ermöglichen Sie Posts zu Twitter

„Post to Twitter“-Links können sehr viel Traffic auf ihre Webseite bringen. So können Sie etwa bei Slideshare Präsentationen oder bei Youtube Videos direkt auf Twitter posten. Guy empfiehlt übrigends nur bei einem Dienst zu posten.

Twitter Post

*** Nutzen Sie die „Post to Twitter“ Funktionen im Web 2.0 ***

9. Berichten Sie über Angebote

Sie können Twitter benutzen um Ihren Followern spezielle Aktionen anzubieten, etwa wenn Sie einen Online Shop haben. Beispiele hierfür: amazondeals oder CheapTweet. Deutschsprachige Beispiele habe ich momentan keine parat…vielleicht haben Sie welche?

*** Nutzen Sie Twitter als Newsfeed für Ihre Angebote ***

10. Werfen Sie Leute die sich beklagen hinaus

Einige werden mit dieser Nutzung von Twitter weniger einverstanden sein. Wahrscheinlich weil sie deren Nutzen (noch) nicht erkannt haben. Es wird bei Twitter immer jemanden geben, der sie nicht unterstüzt, jedoch sollten sie nicht aufgrund von Einzelmeinungen ein erfolgreiches Gesamtkonzept in Frage stellen. Sagen sie ihren Zweiflern sie können ja einfach aufhören Ihnen zu folgen wenn sie nicht mögen was Sie machen. Punkt. Und außerdem gibt es eingelich gar keinen Twitter-Spam, da Twitter komplett auf Opt-in beruht (dh. man muss ja vorher bestätigen ob man Tweets von jemandem erhalten möchte).

*** Bleiben Sie dem Twitter-Konzept treu, selbst wenn sich einige darüber beklagen. ***