Facebook-Seite

8
Sep

How-To: Persönliches Facebook-Profil in Facebook-Seite umwandeln

Update 8.9.2017

Es gibt die Möglichkeit, sämtliche Freunde automatisch zu Fans der Seite zu machen. Diese erhalten eine Benachrichtigung, dass sie nun Fan der Seite sind, müssen jedoch selbst nicht aktiv die Seite liken.

Die Umwandlung von persönlichen Profilen in Seiten hat wesentliche Vorteile: im Gegensatz zur „Freundschaft“ sehen Seitenbetreiber keine Postings der Fans. Seiten können umfangreiche Statistiken einsehen, haben Targeting-Möglichkeiten für Zielgruppen und können Werbeanzeigen schalten. Außerdem können Seiten von mehreren Personen verwaltet werden.

Der Prozess für die Umwandlung eines persönlichen Profils in eine Seite hat sich seit deren Einführung immer wieder etwas geändert. Derzeit läuft es folgendermaßen ab:

  1. Bei Facebook einloggen und folgende Seite aufrufen: https://www.facebook.com/pages/create/migrate
  2. Auf „Los geht’s“ klicken („Kann bis zu 10 Sekunden dauern“) und Bestätigung abwarten.
  3. Seitendetails hinzufügen (Schritt 1)
  4. Freunde auswählen die automatisch (!) Fans deiner Seite werden sollen.
  5. Fotos auswählen die übernommen werden sollen.

Vor allem der Schritt 4 kann man kritisch sehen: Es gibt einen aktuellen Fall eines Politikers, der sein Profil in eine Seite umgewandelt hat und anschließend mit dieser Funktion automatisch alle Freunde zu Fans seiner Seite gemacht hat. Dadurch wurden Politiker anderer Parteien und Journalisten, die mit dem Politiker „privat“ befreundet waren quasi „geoutet“ und man zählt ungefragt zur Likezahl der Seite.

Dem kann man entgegenhalten, dass die Freundschaft ja eine stärkere Beziehung als das Like einer Seite ist und die Fans einer Seite ja eh nicht veröffentlicht werden sondern nur die Anzahl der Fans. Trotzdem sehe ich welche meiner Freunde plötzlich eine bestimmte Seite liken.

Gerade in Österreich herrscht derzeit ein bitterer Kampf von Spitzenkandidaten für die Nationalsratswahl um ihre Fanzahlen, siehe Politometer.

Update 28.4.2016

Offenbar werden keine Freunde mehr zu Fans der Seite transferiert. Man muss also die Freunde manuell auf die Seite einladen.

Update 12.1.2016

Facebook hat eine Änderung vorgenommen. Nach der Umwandlung eines persönlichen Profils in eine Seite, bleibt das persönliche Profil bestehen. Man hat anschließend 14 Tage Zeit, Inhalte per Mausklick zu transferieren. Das bedeutet, man kann sich nach der Umwandlung nicht direkt auf die neue Seite einloggen, sondern muss den „Umweg“ über ein persönliches Profil nehmen. Daher macht es Sinn, den Namen des persönlichen Profils zu ändern, um Verwechslungen zu vermeiden und alle Interessenten auf die Seite zu bündeln.

Ich sehe immer wieder, wie Facebook-Nutzer ihr persönliches, also eigentlich privates, Profil für kommerzielle Zwecke nutzen – meist aus Unwissenheit hinsichtlich der rechtlichen Situation und den technischen Möglichkeiten. Für alle Unternehmen, Organisationen, Institutionen, Marken, Künstler, etc. ist eine Facebook-Seite nicht nur rechtlich richtig, sondern auch wegen ihrer technischen Überlegenheit gegenüber einem normalen Profil fast immer vorzuziehen. Doch was tun wenn man vor geraumer Zeit ein normales Profil angelegt hat und bereits tausende Freunde gesammelt hat? Hier gibt Facebook die Möglichkeit, ein persönliches Profil in eine Seite umzuwandeln. Folgendes sollten Sie dabei bedenken:

  • Alle Freunde und Abonnenten werden zu „Gefällt mir“. Neu: Man muss die Freunde mittlerweile selbst manuell auf die Seite einladen!
  • Es werden keine Inhalte außer dem Profilbild übertragen, man beginnt bei Null. Neu: Es wird nur das jeweils aktuelle Profil- und Titelbild übertragen.
  • Man bleibt Administrator jeder bisher verwalteten Seite.
  • Man bleibt nicht Administrator von Gruppen und Anwendungen – also vorher andere Admins eintragen!
  • Das persönliche Konto wird in ein Unternehmenskonto umgewandelt. Neu: Das persönliche Konto / Profil bleibt bestehen!
  • Der Nutzername (facebook.com/nutzername) bleibt gleich. Die neue Seite hat keinen Nutzername, der alte bleibt beim persönlichen Profil.
  • Der Vorgang ist nicht umkehrbar. Neu: Das ist auch nicht mehr notwendig – man kann die neue Seite einfach löschen. Alternativ kann man einen  Antrag auf Rückgängigmachung senden.

Facebook Profil in Seite verwandeln

5 Schritte vom Facebook-Profil zur Facebook-Seite:

  1. Facebook-Profil in Seite umwandeln.
  2. Passende Kategorie und Namen wählen.
  3. Informationen über die Seite übernehmen oder eingeben.
  4. Freunde auf die Seite einladen und informieren.
  5. Eventuell Fotoalben vom Profil übernehmen (man hat dazu 14 Tage Zeit).

10 Schritte vom Facebook-Profil zur Facebook-Seite:

  1. Archiv herunterladen starten (optional).
  2. Archiv lokal speichern – es erfolgt ein E-Mail mit dem Downloadlink.
  3. Allen eigenen Gruppen und Anwendungen einen neuen Administrator hinzufügen.
  4. Facebook-Profil in Seite umwandeln.
  5. Passende Kategorie und Namen wählen.
  6. Informationen über die Seite eingeben.
  7. Titelbild hochladen.
  8. Eventuell Fotoalben aus dem Archiv wieder hochladen.
  9. Chronik entsprechend befüllen.
  10. „Fans“ über die Verwandlung informieren.

Außerdem können der neuen Seite wie gewohnt mehrere Administratoren und Applikationen hinzugefügt werden und man hat natürlich alle weiteren Vorteile einer Seite.

Lesetipp:

Für Privatpersonen ist vielleicht auch die Abo-Funktion interessant, hier können Leute bei Personen mitlesen und zwar ohne, dass man befreundet sein muss.

PS: Es wird keine Haftung bei Scheitern einer Umwandlung übernommen. 🙂

Update 15.9.2015:
Zurzeit erhalten mehrere User die Meldung, dass ihr persönliches Profil aufgrund von Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen in eine Seite umgewandelt wird oder wurde. In diesem Fall kann ein Antrag auf Rückgängigmachung gestellt werden: https://www.facebook.com/help/contact/1447023908901738. Weitere Infos zu Kontaktmöglichkeiten gibt es im Blogpost Facebook kontaktieren.

27
Jun

Nimmt Facebook Tourismus-Seiten den Namen weg?

Demnächst werden in Deutschland (und wohl auch in absehbarer Zeit in Österreich) viele Städte ihre bisherigen Seitennamen verlieren, so wie es bereits München ergangen ist. Facebook begründet diesen Schritt damit, dass ein geografischer Ort niemandem gehört. Die Betreiber der München-Seite haben von über 400.000 Fans ohne Vorwarnung (!) Abschied nehmen und eine neue Seite erstellen müssen. Die Facebook-Seite „München.de“ immerhin schon über 336.000 Fans. Der Nutzername durfte beibehalten werden: https://www.facebook.com/muenchen. Warum nicht gleich auch Facebook verzichten? Das will und kann heutzutage kein moderner Ort mehr. Dazu passend im aktuellen Artikel auf Zeit Online:

«Nicht auf Facebook zu sein, ist für uns keine Option.» Torralf Köhler, Sprecher des Portals Hamburg.de

Die nächste Stadt ist laut Spiegel.de, Berlin. Dort geht’s dann schon um 1,4 Millionen Fans. Facebook möchte nun plötzlich nicht mehr, dass sich Tourismusvermarkter oder politische Vertreter Seiten von Städten einverleiben. Irgendwie nachvollziehbar, denn wem gehört ein Ort? Dem Tourismus? Der Politik? Den Bürgern? Niemandem? Am ehesten wohl dem, der dafür zahlt, also doch den Bürgern! Oder doch einer Community? Das alles ist Facebook Wurscht, es hat seine eigenen Regeln. Andererseits erhalten die Fans mit Sicherheit mehr Service und Information von touristisch betriebenen Seiten, als wenn Facebook diese selbst betreibt. Der Ausweg aus der Misere ist gar nicht so schwer: einfach die Seite umbenennen!

Tourismusorte sind gespannt

Viele Touristiker in Österreich werden sich daher die Frage stellen, ob Facebook hier gleich wie in Deutschland vorgehen wird. Gerade in Tourismus-Hochburgen wie Tirol sind viele Orts-Seiten naturgemäß automatisch jene vom Tourismusverband. Der Artikel in der Online-Ausgabe der Tiroler Tageszeitung weist ebenfalls darauf hin:

Auch in Tirol betreiben Tourismusverbände oder Gemeinden Seiten, die nach Orten oder im Fall Innsbrucks nach einer Stadt benannt sind, mit teilweise beträchtlichen Fan-Zahlen. Der Tourismus-Ort Ischgl erreicht über seine Facebook-Seite „Ischgl“ beispielsweise über 37.000 Personen.

Ob Städte nun auch den Nutzernamen ändern müssen – bei München war dies ja nicht der Fall – bleibt abzuwarten. Denn damit wäre auch ein gewisser Aufwand verbunden, vor allem wenn man die Adresse auf Printmaterial verwendet hat.

Exkurs: Facebook-Webadressen selbst ändern (neu)

Wer Facebook vorgreifen möchte und Nutzernamen selbst ändern möchte, kann dies nun einmalig tun. Nur bei persönlichen Profilen konnte man bis dato den Nutzernamen (auch „Vanity-URL“ oder „Facebook-Webadresse“) ändern. Facebook unterscheidet zwischen Nutzernamen und Seitennamen. Ein Beispiel für einen Nutzernamen wäre „Innsbruck“, also der letzte Teil der vollständigen Internetadresse der Facebook-Seite (https://www.facebook.com/Innsbruck), die in der Adresszeile des Browsers steht. Der Seitenname hingegen lautet in diesem Fall „Innsbruck – Tyrol (Austria)“ und steht groß unter dem Titelbild einer Seite. Beide Namen können völlig unabhängig voneinander gewählt werden. Der Seitenname kann nur bis zu maximal 200 „Fans“ („Gefällt mir“) geändert werden. Bei den Städten wird es wohl eine Ausnahme geben müssen. Der Nutzername hingegen kann seit heute (27.6.2012) einmalig geändert werden – wie eben schon bisher bei Personen-Profilen. Dazu geht man in den Admin-Bereich unter „Allgemeine Informationen“ – „Change username“.

Copyright Innsbruck Tourismus, Facebook.

 

Auszug aus den Nutzungsbedingungen für Facebook-Seiten (Stand: 29. Februar 2012):

A.    Seitennamen und Facebook-Webadressen

Seitennamen und Facebook-Webadressen müssen die Seiteninhalte genau wiedergeben. Wir können deine administrativen Rechte entfernen bzw. von dir verlangen, den Seitennamen und die Facebook-Webadresse für jede Seite zu ändern, die diese Bedingung nicht erfüllt.
Seitennamen müssen folgende Bestimmungen einhalten:
i.    Sie dürfen nicht nur aus allgemeinen Begriffen bestehen (z. B. „Bier“ oder „Pizza“);
ii.    Sie müssen richtige, grammatikalisch korrekte Großschreibung verwenden und dürfen nicht ausschließlich Großbuchstaben enthalten, mit Ausnahme von Akronymen;
iii.    Sie dürfen keine Zeichen oder Symbole, wie besispielsweise überflüssige Satzzeichen und Handelsmarkenbezeichnungen, verwenden; und
iv.    Sie dürfen keine überflüssigen Beschreibungen oder unnötigen Vermerke enthalten.

Apropos Innsbruck…

Da war doch mal was! Vor ungefähr zwei Jahren gab es bereits einen ähnlichen Fall in Innsbruck. Damals sind die 10.000 Fans einer privat gegründeten Seite über Innsbruck kurzerhand „abhanden“ gekommen. Aber jetzt kommt’s: die sind nicht zu Facebook selbst gewandert, sondern wurden von Facebook der Seite des Tourismusverbandes zugeteilt. Zumindest wenn die Vermutung von Hannes Treichl, dem Gründer der Seite, richtig ist. Die Seite hatte ursprünglich den Seitennamen „Innsbruck (Tirol, Austria)“ und war unter dem Nutzernamen https://www.facebook.com/Innsbruck direkt erreichbar. Nach der Aktion war der Nutzername mit der Seite von Innsbruck Tourismus „Innsbruck – Tyrol (Austria)“ verknüpft und die alte Seite wurde gelöscht. Lesenswert dazu ist auch der Beitrag vom Rechtsexperten Dr. Carsten Ulbricht.
So wird’s gemacht

Fazit

Mich erinnert das zudem ein wenig an den „Domainstreit“ zwischen Tiscover und den Tourismusverbänden vor mehr als zehn Jahren. Man stelle den Nutzer, der nicht zwingend Marketing- und Werbeempfänger sein will, in das Zentrum der objektiven Betrachtung. Es ist mit Sicherheit nicht so, dass jeder Nutzer einer Seite automatisch touristische oder politische Informationen haben möchte. In stark touristischen Tiroler Orten mag das vielleicht anders sein. Aber dennoch sind viele Nutzer wahrscheinlich mehr an einer Community und weniger an Werbung interessiert. Ob Facebook auch so denkt, wage ich zu bezweifeln. Aber die Vorgangsweise würde dafür sprechen. Vielleicht möchte Facebook andererseits damit nur die Werbeanzeigen ankurbeln, denn die Städte-Seiten haben die vielen Fans wahrscheinlich weitgehend ohne Ads erhalten. Die Lösung ist dennoch denkbar einfach: man spielt mit offenen Karten und deklariert seine Seite von vorn herein als das was sie ist: eine interaktive Plattform für Touristen, Bürger, Konsumenten, oder eben dem Zweck, dem sie dienen soll. Das wäre nicht nur hilfreich für die Nutzer sondern obendrein sogar regelkonform. München und Innsbruck sind bestimmt nur einzelne Beispiele die zeigen, wie Facebook auch bei Unternehmens-Seiten nach Belieben schaltet und waltet. Ja dürfens denn das? Ja, dürfen schon. Daher ist von voreiligen Aktionen und Änderungen abzuraten, zumal Facebook für rasche Regeländerungen bekannt ist…

Links

18
Feb

Stiegl-Hütten-Gaudi

Die Stiegl-Hütten-Gaudi ist eine Sonderedition der Stiegl-Brauerei. Die Facebook-Seite stellt einen Community für alle Stiegl- und Après-Ski-Fans dar. Es werden dort Gewinnspiele durchgeführt und auf die Hüttenwirte hingewiesen, die die Stiegl-Hütten-Gaudi führen, die gibt’s nämlich nur in ausgewählten Lokalen.

18
Feb

Stiegl Brauerei

Wenn Sie Biertrinker sind, sollten Sie sich die Facebook Seite der Stiegl-Brauerei ansehen. Mit bereits mehr als 40.000 (!) Fans ist sie die größte Facebook-Seite einer Brauerei im gesamten deutschen Sprachraum! WEBZUCKER zeigt sich hier für die Kombination aus Willkommens-Tab und Profilbild verantwortlich. Die Schaumbärte führen die Besucher zum Gefällt-mir-Button hin.