Tipps von Mister Pinterest

Pinterest ist eine Bilder-Plattform, die sich nach wie vor steigender Beliebtheit erfreut (Wie Pinterest funktioniert). Umso mehr freut es mich, dass mein ehemaliger Kursteilnehmer Hannes Wimmer zum wahren „Pinterest-Profi“ avanciert ist: Nummer 3 in Österreich mit Pinterest-Score 100, mit Repins sogar Nummer 1. Sein Pinboard “Everyone’s Creative Travel Spot” hat bereits über 105.000 Pins. Es handelt sich hier um ein Groupboard – wo Hannes Teilnehmer einlädt, Fotos auf dieses Board zu posten. Andererseits wird das Board auf den Pinterest-Seiten dieser Teilnehmer angezeigt. Dazu gehören bekannte Konzerne wie Air FranceTripAdvisorLAN Airlines oder Kuoni Travel Niederlande und mehr als 1.200 Andere. Dieses Board hat insgesamt ca. 30.000 Follower. Sein zweites erfolgreiches Board “Everyone`s Outdoor activity in the mountains” ist ebenso bei TripAdvisor, beim SKI Magazine und Triathlon Magazine u.v.m. zu finden. Auch immer mehr touristische Regionen wie das Berchtesgadner Land Tourismus oder Ahrntal-Urlaub in Südtirol haben sein Board entdeckt und verlinkt. Der international anerkannte Social-Media-Coach Jeff Bullas (pinterest.com/jeffbullas) ist mit dem von Hannes gegründeten Board “OmniChannel-Marketingverlinkt.

Für mich Grund genug, von Hannes ein paar Dinge in Erfahrung zu bringen.

Hannes, wie lange bist du schon auf Pinterest aktiv und wieviel Zeit investierst du dort?

Ich bin dort seit März angemeldet und bin von Pinterest fasziniert. Den Account habe ich eigentlich zu Studienzwecken für meine Masterarbeit angelegt. Ich konnte mich jedoch schnell mit der Funktionsweise anfreunden und bin dort sicher zwei Stunden pro Tag aktiv.

Du hast ein sehr erfolgreiches Pinboard „Everyone’s Creative Travel Spot“ erstellt mit fast 100.000 Pins. Wie kannst du dir den Erfolg erklären?

Natürlich hatte ich keine Ahnung, dass mein Board derart erfolgreich wird und von zahlreichen Brands aus der Reise- und Tourismusindustrie hinzugefügt wird. Ich habe einfach nur eines meiner liebsten Hobbies, das Reisen, thematisiert. Pinterest lebt ja von schönen Bildern und daher kommt dieses Thema dort gut an. Aber noch mehr als die Anzahl der Follower (ca. 33.000) macht mich die Anzahl der Repins stolz. Bilder, welche auf meinen Pinterest-Boards zu finden sind, wurden während der vergangenen 8 Monate weit mehr als 1 Million mal auf andere Pinterest-User-Boards gepinnt. Repins sind als das markanteste Qualitätsmerkmal einzustufen, weil es sich hier um eine Form der Interaktion mit Teilnehmern und somit potentiellen zukünftigen Kunden eines Unternehmens handelt.

Glaubst du demnach, dass Pinterest speziell für Tourismusbetriebe wichtig ist?

Ob und wie wichtig kann ich nicht genau sagen, was ich aber weiß ist, dass Urlaub und Reisen dort auf internationaler Ebene extrem verbreitet sind. Wenn man als Tourismusbetrieb Fotos von der eigenen Homepage auf den eigenen Pinterest-Account stellt, ist eine direkte Verlinkung gewährleistet. Besucher können also direkt und ohne Umwege auf die Homepage gelenkt werden und tätigen optimalerweise auch Buchungen. Die Region Südtirol bis zum Gardasee ist hier übrigens wesentlich weiter als wir in Nordtirol.

Welche Tipps kannst du für die Nutzung von Pinterest verraten?

Wichtig ist: guter Content, also wirklich gute Fotos entweder von der eigenen Homepage oder passende Fotos von fremden Homepages zu pinnen. Keine zweit- oder drittklassigen Bilder! Gut funktionieren lokale interessante Fotos, kein Abklatsch, schließlich lebt Pinterest von der Inspiration! Der Verweis oder der Link auf die eigene Homepage sollte dabei nicht vergessen werden, schließlich will man ja die Betrachter in Kunden umwandeln. Hier heißt es jedoch aufpassen, denn sobald ein Werbezweck im Vordergrund steht, verschreckt man die Leute aber über Inspiration kann man eben doch Interesse erzeugen.

Hannes Wimmer ist auf Platz 3 in Österreich

Für welche Branchen eignet sich Pinterest besonders?

Neben Reisen für vorallem Home-Decor, Design, Woman-Bekleidung und Schmuck, fast nur B2C, kaum B2B-Unternehmen. Wichtig für Unternehmen denke ich ist die Frage: „Passt die Plattform zum Unternehmen“? Wenn ich ein Schraubenshop bin, wahrscheinlich nicht. Außerdem ist es nicht unwichtig zu wissen, dass 70% der Pinterest-User Frauen sind. Fügt man einem Pin einen Preis in $ hinzu, so wird automatisch ein Pricetag erstellt und das Bild wird unter der jeweiligen Geschenke-Rubrik gelistet.

Du hast ja eine Arbeit über Pinterest geschrieben, kannst du uns mit ein paar Hintergrund-Infos versorgen?

Der US-Online Händler Bottica hat veröffentlicht, dass Pinterest pro Link mehr erwirtschaftet als Facebook: 180 $ versus 85 $. Pinterest hat nach YouTube die höchste Verweildauer und bietet vor allem Kaufinspiration durch Bilder. Es gibt 1,9 Milliarden Pageviews pro Monat. Pinterest ist auf Platz 38 der meistbesuchten Webseiten weltweit, auf Platz 15 der meist besuchten Webseiten der USA und hat 23 Mio. Nutzer. Die Viralitätswahrscheinlichkeit ist durch einfache Bedienbarkeit gewährleistet – bei Pinterest werden bis zu 80% der Pins repined, im Vergleich bei Twitter nur 1,4 % retweeted (Quelle: Hubspot). Es ist eine zielgruppenoriente Vernetzung möglich – sehr beliebt ist z.B. das Thema „Hochzeit“, wobei man immer einzelnen Boards folgen kann oder einem ganzen Account. In Österreich, oder Europa sind jedoch noch relativ wenig User bei Pinterest.
Vielen Dank, Hannes und weiterhin viel Erfolg beim Pinnen!

 

Hannes „mounthagen“ Wimmer auf Pinterest

ZoomSphere (Monitoring)

Marco Wegleiter auf Pinterest