1
Feb

Alpen-Hot-Spot statt Bottrop. #WeloveSölden

facebook-graph-search-thumb Seit kurzem läuft im Bildungsfernsehsender ProSieben die Doku-Soap “We love Sölden“. Dabei geht’s um das exzessive Partyleben von Jugendlichen mit klingenden Künstlernamen wie “Lory Glory – die Styling-Qeen”, “Bauer – der Name ist Programm” oder “Der Pole – Stille Wasser sind tief” im bekannten Aprés-Ski-Ort Sölden, alias “Hotspot der Alpen“, im Tiroler Ötztal. Einen kritischen Blog-Artikel findet man dazu im un-objektiven Tirol Blog. Gedreht wurde in Kooperation mit dem dortigen Tourismusverband, die inhaltliche Verantwortung liegt bei ProSieben.

Wer die Sendung gesehen hat, darf sich die Frage stellen, wie die Touristiker bloß mit dem Bild, das dadurch vom Weltcup-Austragungs-Ort Sölden gezeichnet wird, einverstanden sein können. Oder aber wird damit ein ohnehin bestehendes Image gezielt unterstrichen? Bekanntermaßen ist Sölden nicht gerade ein Ort von Traurigkeit, doch das Niveau der Sendung ist für manche ähnlich der Außentemperatur im Sölder Winter: tief.

Ob Flop oder Höhepunkt wird sich zeigen, immerhin pflegt Sölden sein Partyimage mit einschlägigen Lokalen seit Jahren intensiv und wirtschaftlich erfolgreich. Also doch Teil einer durchdachten Marketingstrategie? Dann stellt sich mir die Frage, ob Sölden tatsächlich der Ballermann der Alpen werden will.

Wer glaubt es gibt nur negative Tweets und Kommentare, der irrt:

19
Okt

Felix Baumgartner sprang mit Überschall in’s Social Web

Es war ein Sprung der in die Geschichte eingehen wird. Felix Baumgartner sprang am 14. Oktober 2012 aus über 39.000 Meter Höhe als erster Mensch mit Überschallgeschwindigkeit auf die Erde. Sein Sprung wurde von Milliarden live am TV verfolgt aber auch im Social Web hatte dieser Event eine bisher wohl kaum erreichte Resonanz. Hier ein Überblick über die wichtigsten Effekte:

Mindestens 3,5 Millionen Tweets*:

Die Top-Tweets zu Red Bull Stratos*:

Die am meisten getweeteten Bilder*:

Das Land mit den meisten Tweets waren die USA*:

*Danke an TOPSY für die Unterstützung!

Markenwert im Social Web:

HowSociable misst den Markenwert im Social Web. 10 ist das Maximum und bedeutet, dass im Web jeder die Marke zumindest sieht. Zum Vergleich Apple: 8,1 Coca-Cola: 6,8 Google: 8,5 im Zeitraum 8.-15.10.2012.

 

8 Millionen Live-Zuseher auf YouTube:

(Das ist die geschnittene Version mit über 20 Mio. Views)

1,3 Millionen “Gefällt mir” für Felix Baumgartner auf Facebook:

735.000 “Gefällt mir” für Red Bull Stratos auf Facebook:

11
Jun

Twitter bringt Hashtag-Seiten für Brands

Bei mir wirkt klassische TV-Werbung kaum noch. Wahrscheinlich ignorieren überhaupt viele TV-Werbung und zappen weg. In Zeiten von Social-TV schaue ich zudem viel auf mein iPad während des Fernsehens. Bei der Euro 2012 tweeten mittlerweile recht viele und vernetzen sich mit Diskutanten. Twitter will nun dies zu einem Businessmodell ausbauen und hat gemeinsam mit der #NASCAR eine eigene gebrandete Hashtag-Seite realisiert. Dort werden die Leute neben Zusatzinfos und Fahrer-Tweets mit Bild- und Video-Ads versorgt, die man ja im TV nicht sehen mag. Dies könnte mit dem Trend zu interaktivem Social-TV als Ergänzung zur klassischen TV-Werbung so richtig einschlagen. Bleibt abzuwarten, ob dies nach good old Europe kommt.


11
Jun

Wie man die #Euro2012 auf Twitter verfolgt

Die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine fesselt Millionen vor den Bildschirmen. Public Viewing ist bekanntlich seit längerem im Trend und eine Art, die Spiele mit anderen gemeinsam anzusehen. Wer auf die Gesellschaft daheim nicht verzichten möchte, kann auch die Spiele auch via TV+Twitter verfolgen. Das nennt sich dann “Social-TV”. Jeder kann dadurch seinen Kommentar zum Spielverlauf öffentlich absetzen. Man ist nicht mehr von den mehr oder weniger enthusiastischen und fachlich kompetenten Kommentatoren abhängig. Wenn nicht gerade Kult-Sprecher wie Béla Réthy am Werk ist, jedenfalls eine interessante Alternative. Vor allem dann, wenn bei so manchem Sprecher nicht das aktuelle Spielgeschehen im Vordergrund steht. Viele Kommentare sind weniger fachlich dafür umso mehr sarkastisch. Das wird auch längst schon beim #Tatort oder der #ZiB2 so gemacht. Das Fernsehen wird also mittels Social Media interaktiv.

Für die Euro2012 gibt’s dazu gleich eine Reihe von Hashtags: »#«, mit denen man die Timeline entsprechend filtern kann. Ein Klick auf die Hashtags bei Twitter oder eine Suche danach listet alle zugehörigen Tweets auf: #Euro2012, #Em2012, #em, #em12, usw. Diese kann man selbst bestimmen und erreicht dadurch mehr oder weniger Twitteristi zum “getaggten” Thema.

Das aktuelle Spiel wird dann mit den Landercodes und wahlweise von einem »vs« getrennt - Spanien gegen Italien: #espita oder #espvsita

Viel Spaß beim Live-Tweeten wünscht @webzucker und @marcowegleiter!

 

2
Feb

Wenig Reichweite für Österreichs Politik im Social Web

Die Politik hat Social Media als Kommunikationstool entdeckt? Nicht wirklich. Die momentane Reichweite an Wählern ist sehr gering. Die SPÖ erreicht beispielsweise als Partei nicht einmal 1 Prozent ihrer Wähler von 2008 über Facebook und Twitter, wenn man nur die zentralen Profile der Bundespartei heranzieht. Dabei wäre die theoretische Reichweite von Facebook und Twitter bei mehr als 2,7 Mio. WählerInnen von welchen von den Social Media-Auftritten der Parlamentsparteien gerade mal 5 Prozent angesprochen werden. Anders die FPÖ – die hat zwar keinen “Parteiauftritt”, jedoch erreicht HC Strache über seine Facebook-Seite mehr als 12 Prozent und liegt damit im Vergleich zu anderen Politikern mit riesen Abstand in Führung. Keine Frage, Facebook und Twitter bieten ausgezeichnete Möglichkeiten, vor allem junge WählerInnen zu erreichen. Vielen mag der Social Media-Auftritt vom Team Bundeskanzler noch in Erinnerung sein. Man kann dort nämlich gerade als Politiker sehr einfach “Shitstorms” produzieren. Und es gehört wahrscheinlich auch etwas Mut dazu, ist man bekanntlich als PolitikerIn ständiger Kontrolle und Kritik ausgesetzt (aber das gehört ohnehin zum Berufsbild).

Diese Liste misst (vorerst) die Fan- und Follower-Zahlen auf monatlicher Basis. Die Liste ist nicht vollständig und kann soll von jedem ergänzt werden. Bitte die Änderungen auf dem “Impressum”-Blatt eintragen. Die Zahlen sagen natürlich nichts über die “Qualität” der Kommunikation dort aus.

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