Onlineshop

30
Aug

Die Qual der Wahl beim Online-Shopsystem

Shopsysteme gibt’s unzählige am Markt und das in den unterschiedlichsten Varianten. Im Trend sind kleine und mittelgroße gemietete Shops, bei denen man wenig bis keine technischen Einstellungen selbst vornehmen muss. Natürlich gibt es auch professionelle Shops, die individuell angepasst werden können, sowie OpenSource-Lösungen, die lizenzfrei sind. Doch welches System passt für meinen Shop? Dazu muss man zuerst die Anforderungen definieren – was soll mein Shop können, wieviele Produkte will ich listen, Bezahlung, usw. Wichtig ist dies deshalb, da man im Nachhinein aufgrund der Komplexität der Shopsysteme nur schwer auf ein anderes System wechseln kann.

 

Eine genaue Beschreibung zu den einzelnen Punkten finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Internethandel.

Mieten, kaufen oder gratis?

Hat man die eigenen Anforderungen mit den oben genannten Eigenschaften abgestimmt, geht’s nun um das passende Lizenzmodell.

Bei Mietlösungen kann man sich voll und ganz dem Kerngeschäft widmen und muss sich nicht mit technischen Details herumschlagen. Allerdings bieten sie nur eingeschränkte Individualisierbarkeit und oftmals sind neben der monatlichen Miete auch Provisionszahlungen für verkaufte Produkte fällig. Beispiel: plentyMarkets.

Was Miet-Shops nicht können, ist das Hauptfeature der Kauf-Shops: die Flexibilität – hier kauft man einen schlüsselfertigen Shop den man seinen Bedürfnissen entsprechend anpassen und einstellen kann. Allerdings muss man hier mit hohen Anfangsinvestitionen rechnen. Beispiel: OXID eSales.

OpenSource-Lösungen bieten eine sehr hohe Individualisierbarkeit, erfordern jedoch Programmierkenntnisse und verursachen hohen Wartungsaufwand. Sie sind nur was die Lizenz betrifft, gratis. Support erhält man entweder gegen Aufpreis oder man verlässt sich auf die OpenSource-Community (die aber oftmals schneller Lösungen bietet als so mancher kostenpflichtiger Support). Beispiel: Magento

Ein detaillierter Vergleich aller Lizenzmodelle finden Sie hier.

Egal für welches System Sie sich entscheiden, achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr gewähltes Shop-System auch den gesetzlichen Vorschriften in Ihrem Land entspricht. Gerade Mietshops aus den USA oder Shop-Plugins für WordPress erfüllen diese Voraussetzung in den meisten Fällen nicht.

Die­ser Arti­kel enstand in Zusam­men­ar­beit mit

11
Jul

Drop-Shipping: Sie verkaufen, liefern aber nicht

Verkaufen Sie doch ohne die Ware jemals in Händen gehabt zu haben! Das klingt doch spannend und irgendwie nach Börsenhandel. Und tatsächlich handelt es sich bei Drop-Shipping um eine Art Handel und zwar von ganz normalen physischen Waren. Im Unterschied zu einem gewöhnlichen Handel fallen jedoch bei Drop-Shipping das Lager und die Logistik weg. Die Ware findet ihren Weg also direkt vom Hersteller oder Großhändler zum Endkunden, der zuvor in Ihrem Webshop die Ware eingekauft hat. Sie treten dabei also Zwischenhändler auf, ohne dabei die einzelnen Lieferungen gesehen zu haben. Vielleicht kommt Ihnen ja das vom Möbelhandel bekannt vor? Für Sie als Händler ergeben sich daraus zahlreiche Vorteile wie etwa Risikominimierung, Wegfall von Lager, Logistikkosten oder Personalkosten. Das schöne daran – der Kunde merkt davon nichts. Die Kostenstruktur und der Outsourcing-Charakter machen Drop-Shipping, auch Streckengeschäft genannt, daher vor allem für Gründer im E-Commerce-Bereich interessant.

Ist Drop-Shipping für alles geeignet?

Nachdem der Endkunde im Internet ohnehin akzeptiert, die Ware nicht sofort mit nach Hause nehmen zu können, spielt es keine Rolle von wem er die Ware tatsächlich geliefert bekommt. Es gibt also keinen Nachteil für den Endkunden. Der Händler hingegen hat den Vorteil, dass er sich selbst kein teures Lager anschaffen muss und die damit verbundenen Risiken, wie Kapitalbindung, Fehlkäufe, Lagerkosten, Logistikkosten, Personalkosten, etc. vermeiden kann. Die Waren werden in diesem Fall nicht eingekauft sondern vom Lieferanten übernommen. Der Einkauf des Händlers erfolgt immer nur dann, wenn bereits ein Verkauf an den Endkunden im Online-Shop erfolgt ist. Das erinnert etwas an das Just-in-Time-Prinzip von Toyota. Ein weiterer für einen Online-Shop wichtiger Vorteil: das entsprechend große und aktuelle Sortiment an Waren. Dies trägt zur Attraktivität des Online-Shops maßgeblich bei und vermittelt den Besuchern eines Online-Shops nicht nur ein Gefühl von Seriosität und Sicherheit sondern erhöht natürlich auch die Wahrscheinlichkeit einer Bestellung ganz ungemein.

Wo sind die Risiken?

Obwohl das Grundprinzip von Drop-Shipping denkbar einfach klingt, gibt es natürlich auch hier gewisse Risiken und kritische Erfolgsfaktoren. Diese fangen bei der richtigen Marktanalyse an und beinhalten weiters Lieferantenauswahl, Verhandlungen über Konditionen, Produktkenntnis, Internet-Marketing, bis hin zum wichtigen Thema Retouren. Weitere Informationen und Tipps zum Start mit Drop-Shipping können Sie in der aktuellen Ausgabe von Internet-Handel nachlesen (kostenlose Leseprobe).

Die­ser Arti­kel enstand in Zusam­men­ar­beit mit

6
Jun

Großhändler als Ausweg im E-Commerce-Dilemma

Online Shops schießen aus dem Boden wie Webseiten. Sind doch Eintrittsbarrieren praktisch nicht vorhanden. Zahlreiche Plattformen ermöglichen Webshops in unterschiedlichsten Ausführungen und Varianten. Es ist gar nicht so einfach, eingangs einen Überblick über die technische Umsetzung eines Onlineshops zu bekommen. Schließlich hat man die Qual der Wahl und sollte sein System wohl überlegt auswählen, denn möglich ist viel: vom komplexen System bis zum gemieteten Shop. Stehen Shop und Lieferanten, fehlen “nur” noch die Kunden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt fängt das Dilemma an. Denn wo wenig bis gar keine Eintrittsbarrieren vorhanden sind, sind auch die Mitbewerber nicht weit. Und wenn ich kein Nischenprodukt mit entsprechender Nachfrage anbieten kann, bleibt meist nur noch eines: der Preiskampf. Hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen, denn nur wenige können es sich leisten, zu attraktiven Preisen zu verkaufen. Ist der Preis zu hoch, fehlt die Kundschaft, ist der Preis zu niedrig, die Kostendeckung. Vorausgesetzt man hat all die anderen “Begleiterscheinungen”, wie etwa die Logistik, optimiert, bleibt nur noch eines und das ist wahrscheinlich das Wichtigste: die Einkaufspreise. Denn mit möglichst niedrigen Einkaufspreisen und guter Logistik steht und fällt ein Onlineshop, wenn man nicht gerade selbst hergestellte Produkte verkauft. Die meisten Online-Händler werden sich daher die Frage stellen: “Wo und wann bekomme ich nachgefragte Ware zu einem günstigen Preis und zu welcher Menge?”. Eine Antwort auf diese Frage und zugleich die Lösung können die Marktplätze für Großhandel sein. Dort werden keinesfalls Ramschwaren angeboten, oftmals handelt es sich dabei um Retourwaren, Restposten oder Überproduktionen. Zum Teil sind für diese Plattformen Mitgliedsbeiträge zu bezahlen. Einen detaillierten Einblick samt Vorstellung von einigen deutschen Großhandels-Martkplätzen bietet dazu die aktuelle Ausgabe von Internethandel. Hier gibt’s eine kostenlose Leseprobe.

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