Shitstorm bei McDonald’s Österreich

ronald mcdonald

© ITunsh

Eine Kampagne für McDonald’s neuem „Ranchburger“ hat sich als Schuss nach hinten erwiesen und einen Shitstorm auf deren Facebook-Seite ausgelöst. Man sollte ein Bild von sich selbst mit dem neuen Ranchburger einsenden und konnte dadurch Gutscheine gewinnen.

Vielleicht etwas gewagt in Zeiten von Pferdefleischskandalen ein Fleischprodukt „Ranchburger“ zu benennen… (der Ranchburger wird laut McDonalds aus Schweinefleisch hergestellt). Das war jedoch nicht der Stein des Anstoßes. Vielmehr war es eine Kampagne, in dem ein österreichisches Nationalgericht – die Extrawurstsemmel – angegriffen wurde: Ein Plakat auf dem beide 1-€-Speisen verglichen dargestellt werden, wobei die 1-€-Wurstsemmel recht mickrig und der 1€-Ranchburger erwartungsgemäß üppig aussieht. In Zeiten von Social Media, wo Konsumenten übertriebene Werbung mit Leichtigkeit aufdecken können, wirkt dieses Plakat fast schon „werbetechnisch fahrlässig“. Die Werbestrategen hätten davon ausgehen müssen, dass folgendes passiert: jemand überprüft diesen Vergleich und postet ihn auf Facebook.

Wurstsemmel vs. Ranchburger

Dieses Posting hat mit dem Gewinnspiel eigentlich gar nichts zu tun. Es zeigt aber schön den Unterschied zwischen der Unglaubwürdigkeit von klassischer Werbung und der Glaubwürdigkeit von anderen Konsumenten. In weiterer Folge wurde die Wurstsemmel nämlich von den Usern verteidigt, nach dem Motto „So eine gute Wurstsemmel kriegt man für 1€!“:

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Zusätzlich wurden noch zahlreiche „Beschwerde-Trittbrettfahrer“ auf der Facebook-Seite aktiv. Schlussendlich hat McDonald’s gestern auf die Beschwerden entsprechend reagiert: man will die Kampagne „vorzeitig auslaufen lassen“:

McDonalds Reaktion Shitstorm

Aufgrund des Pferdefleischskandals sind wahrscheinlich viele Konsumenten sensibilisiert hinsichtlich der Herkunft und Kennzeichnung von Lebensmitteln. Es verwundert also kaum, dass solche Kampagnen schief gehen. Übrigens Ronald McDonald’s Anweisung am Beginn wäre mit Sicherheit extrem kontraproduktiv gewesen.