Alpen-Hot-Spot statt Bottrop. #WeloveSölden

facebook-graph-search-thumb Seit kurzem läuft im Bildungsfernsehsender ProSieben die Doku-Soap „We love Sölden„. Dabei geht’s um das exzessive Partyleben von Jugendlichen mit klingenden Künstlernamen wie „Lory Glory – die Styling-Qeen“, „Bauer – der Name ist Programm“ oder „Der Pole – Stille Wasser sind tief“ im bekannten Aprés-Ski-Ort Sölden, alias „Hotspot der Alpen„, im Tiroler Ötztal. Einen kritischen Blog-Artikel findet man dazu im un-objektiven Tirol Blog. Gedreht wurde in Kooperation mit dem dortigen Tourismusverband, die inhaltliche Verantwortung liegt bei ProSieben.

Wer die Sendung gesehen hat, darf sich die Frage stellen, wie die Touristiker bloß mit dem Bild, das dadurch vom Weltcup-Austragungs-Ort Sölden gezeichnet wird, einverstanden sein können. Oder aber wird damit ein ohnehin bestehendes Image gezielt unterstrichen? Bekanntermaßen ist Sölden nicht gerade ein Ort von Traurigkeit, doch das Niveau der Sendung ist für manche ähnlich der Außentemperatur im Sölder Winter: tief.

Ob Flop oder Höhepunkt wird sich zeigen, immerhin pflegt Sölden sein Partyimage mit einschlägigen Lokalen seit Jahren intensiv und wirtschaftlich erfolgreich. Also doch Teil einer durchdachten Marketingstrategie? Dann stellt sich mir die Frage, ob Sölden tatsächlich der Ballermann der Alpen werden will.

Wer glaubt es gibt nur negative Tweets und Kommentare, der irrt: